Studieren und Geld verdienen - Studium im Praxisverbund
Studieren mit Unternehmen: In den Siebzigerjahren in Baden-Württemberg an Berufsakademien (dort den Fachhochschulen gleichgestellt) erfolgreich eingeführt, studierten schnell auch hessische Studenten in Mannheim oder Mosbach - und hessische Unternehmen kooperierten.
Zwischenzeitlich wird nicht nur auch in Hessen dieses erfolgreiche Ausbildungsmodell von staatlichen Fachhochschulen wie privaten Berufsakademien vermehrt angeboten, sondern es gibt in allen Bundesländern ein stetig wachsendes Angebot - und damit stetig neue Informationen. Wir haben Euch eine grundsätzliche Übersicht zu den Anbietern (Bildungsträgern) dualer Studiengänge mit weiterführenden Links zusammengestellt.

Wie funktioniert das duale Studium?
Bei einem dualen Studiengang (auch kooperativer Studiengang genannt) an einer Fachhochschule oder einer Berufsakademie werden die Studierenden im Unternehmen ausgebildet und studieren mit Unterstützung der Firma gleichzeitig an der Hochschule.
Die ausgeübte Berufstätigkeit wird in die Ausbildung einbezogen. Die Studienphasen an der Hochschule wechseln sich mit Praxisphasen im Unternehmen ab.
Unterschiedliche Modelle werden angeboten - vom wöchentlichen Wechsel zwischen Betrieb und Hochschule bis zum Wechsel zwischen den Semestern - vom sechssemestrigen Studium mit dem neuen internationalen Bachelorabschluss bis zum Studium von zehn Semestern mit Fachhochschul-Diplom. In einigen Studiengängen kann sogar nach zwei Jahren mit der Zwischenprüfung der IHK-Ausbildungsabschluss erreicht werden.
Natürlich müsst Ihr Euch bei so einem dualen Studium schon besonders anstrengen. Fünf Monate Semesterferien wie an der Hochschule gibt es nicht - nur die üblichen sechs Wochen Urlaub. Für Klausuren müsst Ihr genau so büffeln wie an der Hochschule und dann müsst Ihr noch in der Firma Eure Praxisarbeit machen. Dafür könnt Ihr aber auch die Vorteile des dualen Studiums genießen: Praxisbezug und betriebliche Erfahrungen, in der Regel eine Arbeitsstelle nach der Ausbildung, kürzere Ausbildungszeit bei gleicher Berufsfähigkeit sowie Ausbildungsvergütung und ggf. Übernahme der Studiengebühren durch die Unternehmen.