Anbieter (Bildungsträger) von dualen Studiengängen
Berufsakademien (BA)
Bei der Berufsakademie ist der Wechsel der Lernorte, die Verbindung von theoretisch-wissenschaftlicher und berufspraktischer Ausbildung wesentliches Kennzeichen. Die praktischen Teile der Ausbildung werden im Unternehmen vermittelt, die theoretischen Anteile in der Berufsakademie. Dabei wechseln längere (10 Wochen bis 3 Monate) theoretische und berufspraktische Ausbildungsphasen miteinander ab. An den großen Berufsakademien bestehen in der Regel die Fachbereiche Technik und Wirtschaft.
Neben Baden-Württemberg gibt es auch in Schleswig-Holstein, Sachsen, Berlin, Thüringen und Hessen staatlich anerkannte Berufsakademien.
Die Ausbildungsunternehmen sind in Fachbeiräten eng in die Abstimmung von Ausbildungsinhalten eingebunden. Das wissenschaftliche Lehrpersonal begleitet die Ausbildungsphasen im Unternehmen.
Staatliche Anerkennung, Regeln zur Organisation und finanzielle Förderung sind je nach Landesgesetz unterschiedlich ausgestaltet - siehe auch BA-Vergleich. An den staatlichen BAs in Baden-Württemberg trägt der Staat die Betriebs- und Investitionskosten für die Berufsakademien. Die Unternehmen tragen nur die direkten Ausbildungskosten im Betrieb. Hessische BA sind privatwirtschaftlich organisiert. Neben den direkten Ausbildungskosten fallen Studiengebühren an, die entweder durch die Studierenden oder die Ausbildungsbetriebe getragen werden.
BAs verleihen als Abschluss den Diplom (BA), zukünftig den Bachelor. In manchen BAs wird nach erfolgreicher Zwischenprüfung ein berufsbefähigender Ausbildungsabschluss bescheinigt. Informationen zu Zugangsvoraussetzungen, Abschlusstypen, zur Anerkennung der Abschlüsse in Wirtschaft und Verwaltung , zur Gleichwertigkeit des BA-Studiums.
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Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien (VWA'n)
In den ausbildungsbegleitenden Studiengängen der VWAs wechseln die Lernorte Betrieb, Schule und Akademie einander ständig ab. Neben einer regulären Ausbildung in einem Betrieb in einem IHK-Ausbildungsberuf, besuchen die Auszubildenden an eins bis zwei Tagen die Berufsschule. Während der dreijährigen Ausbildung findet dann zusätzlich an einem Abend in der Woche und an Samstagen das Studium in der VWA statt. Die VWAs arbeiten eng mit den lokalen Universitäten und Fachhochschulen zusammen, so sind ein Großteil des Lehrpersonals Professoren neben den Dozenten aus der betrieblichen Praxis.
Die Abiturientenausbildung der Wirtschaft in einer Kombination von Lehre und Studium gibt es bei den VWAs schon seit fast 95 Jahren. Getragen werden die VWA'n in der Regel von Kommunen, Verbänden der Wirtschaft sowie Industrie- und Handelskammern. Für die Ausbildung an den VWAs werden Studiengebühren von den Studierenden erhoben. Rund 25.000 Studenten sind derzeit bundesweit an den insgesamt 95 Akademien eingeschrieben. Zehn davon - Berlin, Bremen, Darmstadt, Duisburg, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Kassel, Krefeld und Magdeburg - sind im Verbund des BildungsCentrum der Wirtschaft zusammengeschlossen. Alle Akademien sind Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Verwaltungs-und Wirtschafts-Akademien
Nach zweijähriger Ausbildung findet die Lehrabschlussprüfung vor der IHK statt. Nach dreijährigem Studium verleihen die VWAs als Abschluss das Diplom (VWA).
Informationen zu Abschlusstypen und Zugangsvoraussetzungen
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Staatliche Hochschulen
Staatlichen Fachhochschulen bieten immer mehr Duale Studienangebote an, ähnlich wie in Studiengängen an Berufsakademien vorsehen - Typen der Studiengänge.
Zusätzlich zu der Teilnahme an den oft regulären Semester-Veranstaltungen im gewählten Studiengang absolvieren die "praktizierenden Studenten" in den Semesterferien ihre Praxisphase im Betrieb. Darüber hinaus sind ganze Semester dem Projektstudium und der Diplomarbeit im Betrieb gewidmet, die durch die Professoren der Hochschulen mit betreut werden. In einigen Studiengängen ist eine reguläre IHK-Ausbildung in den Studiengang integriert. Als Abschlüsse werden nach einem 6 bis 7-semestrigen Studium der Bachelor-Titel vergeben, in 10-semestrigen Studiengängen das FH-Diplom, bzw. der Master - siehe Abschlusstypen. Informationen zu Zugangsvoraussetzungen. Unternehmen machen gute Erfahrungen in Kooperationen mit Fachhochschulen, aber ein sehr eng ausgelegtes Hochschul- und Beamtenrecht kann für alle Seiten eine flexible Zusammenarbeit erschweren.
Die Partnerunternehmen in den dualen Studiengängen an staatlichen Hochschulen werden oft in curricularen Fachbeiräten an der Studiengestaltung beteiligt. Für die Studierenden fallen die üblichen Semesterbeiträge an. In wenigen dualen Studiengängen an staatlichen Hochschulen werden Studiengebühren von den Studenten erhoben. Die Höhe ist sehr unterschiedlich von jährlich 300 € bis zu 5000 €. Diese Studiengebühren werden häufig von den Unternehmen übernommen. In manchen dualen Studiengängen zahlen die Unternehmen direkte Unternehmensbeiträge an die Hochschule. Sie liegen zwischen 125 € und 3500 €. In der Regel wird zwischen der Hochschule oder von einem von ihr beauftragten Förderverein ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Hier werden oft Regelungen zur Zusammenarbeit und zu Inhalten der betrieblichen Ausbildung im Rahmen des dualen Studiengangs getroffen - Musterverträge
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Private Hochschulen
Private (Fach-)Hochschulen sind staatlich anerkannt und den staatlichen Fachhochschulen gleichgestellt. Sie bieten ein enger begrenztes Studienangebot als die großen staatlichen Fachhochschulen und konzentrieren sich auf bestimmte Fachrichtungen (Wirtschaft, Management, Finanz, Business, Chemie etc.). Sie werden von Verbänden, Unternehmen und auch IHKs getragen. Vielen dieser privaten Hochschulen zeichnen sich durch ihr duales Studienprinzip und der sehr engen Kooperation mit den Unternehmen aus, die diese Ausbildungseinrichtung tragen. Es werden Studiengebühren erhoben. Zugangsvoraussetzungen, Abschlüssen entsprechen denen der staatlichen Fachhochschulen.
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Fern-Hochschulen / Fernstudiengänge
Fernstudiengänge an Universitäten oder Fachhochschulen bieten besonders Berufstätigen die Möglichkeit berufsbegleitend einen Hochschulabschluss nachzuholen. Sie sind aber per se nicht dem dualen Studientyp zuzuordnen, da eine Kooperation zwischen Unternehmen und Hochschulen nicht erfolgt. Aber die Wilhelm Büchner Hochschule - private Fern-Fachhochschule Darmstadt bietet in einem Kooperationsprojekt mit Unternehmen einen Fernstudiengang in Ingenieursdisziplinen an. Es werden Studiengebühren erhoben. Zugangsvoraussetzungen, Abschlüssen entsprechen denen der staatlichen Fachhochschulen.
