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Unterstützung bei der Praktikumssuche bieten auch:

Industrie- und Handelskammern (IHKs)
Handwerkskammern
Veranstaltungen/Messen zu Ausbildung und Studium

Praktikumsbericht

Mein erster Praktikumstag. Zum Glück habe ich mich für etwas förmlichere
Kleidung entschieden, nach dem Motto: “Overdressed ist man selten,
underdressed ist man schnell“. Hier laufen alle in Anzug und Krawatte
herum. Wirke ich unkommunikativ, wenn ich mich nun meinen neuen Kollegen
nicht selbst vorstelle, oder warte ich besser ab, ob mich jemand
vorstellen wird?

Am besten, man wartet erst einmal ab. Meist sind eine Vorstellungsrunde
bei den Kollegen und ein einführender Rundgang durch das Unternehmen
üblich. Der den Praktikanten betreuende Mentor übernimmt meist die
Vorstellung. Falls jedoch keine Vorstellung erfolgt, gilt es sympathisch
und offen auf die Kollegen zuzugehen, schließlich zählt auch hier der
erste Eindruck. Am besten, man nennt seinen Namen, sagt kurz was man
Studiert und wo und erklärt auch, welche Abteilung des Unternehmens man
wie lange unterstützen wird.

Anscheinend Duzen sich hier alle in der Abteilung. Wirke ich spießig, wenn
ich die Kollegen (die kaum älter sind, als ich) Sieze, oder soll ich doch
besser bei jedem einzelnen abwarten, bis er mir das Du anbietet?

Hier wartet schon das erste Fettnäpfchen. Bei dieser Frage kann man sich
ordentlich in die Nesseln setzten! Nach wie vor gilt die Regel, dass der
Ältere dem Jüngeren das Du anbietet. In Unternehmen ist es im Zweifelsfall
der Ranghöhere, der das Du anbietet. Wird man selbst geduzt, sollte man
die Frage offen ansprechen und klären. Ist man sich unsicher, ist es auf
jeden Fall klüger, zunächst beim Sie zu bleiben oder nachzufragen, anstatt
sich mit komplizierten Satzkonstruktionen um eine direkte Ansprache
herumzumogeln. Bei einigen Firmen gehört das Duzen zur Unternehmenskultur,
dann werden die Bewerber aber meist schon im Vorstellungsgespräch darüber
informiert.

Das erste Meeting, an dem ich teilnehme. Herr Bach stellt ein
interessantes Projekt vor, an dem ich jedoch eigentlich nicht beteiligt
bin. Erst kürzlich hatten wir an der Uni ein ähnliches Projekt. Wirkt es
aufdringlich, wenn ich eine Idee dazu äußere?

Hier kann man Fingerspitzengefühl beweisen. Generell ist Input von außen
meist förderlich. Und ist man zu einem Meeting eingeladen, kann man seine
Ideen auch einbringen. Die Frage ist, wie man seine Vorschläge verpackt.
Man sollte stets positiv formulieren, also Ideen von Kollegen nicht
schlecht machen und darauf achten, andere nicht zu unterbrechen. Ist man
sich unsicher, kann man den Kollegen auch nach dem Meeting beiseite nehmen
und ihm die eigene Idee schildern.

Eine Kollegin hat Geburtstag, wir stehen bei Kuchen und Brötchen zusammen.
Frau Müller aus der Buchhaltung beginnt über Kollegen zu tratschen. Wie
gehe ich am besten damit um?

Sicherlich wäre es interessant, mehr über das enge, persönliche Verhältnis
von Herrn Wiegand zu seiner Sekretärin zu erfahren. Doch ist man auch noch
so neugierig: Als Praktikant sollte man besser darauf verzichten, sich am
Firmeninternen Klatsch und Tratsch zu beteiligen. Schließlich ist man noch
nicht lange genug dabei, um das gesamte soziale Netz innerhalb des
Unternehmens zu kennen. Am Geschicktesten zieht man sich aus der Affäre,
indem man gar nicht erst darauf eingeht (und zum Beispiel die Flucht aufs
Klo antritt) oder erklärt, dass man noch nicht lange genug dabei ist, um
sich ein eigenes Bild von den genannten Personen zu machen.

Boah! Jetzt stehe ich schon den dritten Tag hintereinander nur am Kopierer
und bewache nebenbei das Telefon, das nie klingelt! Wie viel
Routinearbeiten sind eigentlich während eines Praktikums noch in Ordnung?
Ab wann spreche ich meinen Betreuer an, dass es zu langweilig ist?

Falls im Bewerbungsgespräch vereinbart wurde, dass man in bestimmte
Projekte eingebunden wird, diese Absprache jedoch nicht eingehalten wird,
kann man dies bei seinem Betreuer ansprechen. Aber auch zu einem normalen
Arbeitsplatz gehören gewisse Routinearbeiten, wie Telefondienst, Kopieren
und das Pflegen endloser Datenlisten. Sie sind daher sogar für das Kennen
lernen der Funktion wichtig, sollten jedoch nicht überhand nehmen. Hat man
den Eindruck, lediglich zur Ausführung von Hilfstätigkeiten ausgenutzt zu
werden, sollte man die eigenen Kompetenzen, Vorschläge und Ideen dem
Praktikumsbetreuer unterbreiten. Um solche Szenarien von vorneherein zu
vermeiden, empfiehlt es sich, zu Beginn des Praktikums einen Ablaufplan zu
vereinbaren. In diesem können gemeinsame Ziele definiert und festgelegt
werden, in welchen Projekten der Praktikant in welchem Umfang eingebunden
wird. Hier kann dann auch gezielt auf spezielle Interessensgebiete des
Praktikanten eingegangen werden, in die er gern einmal hineinschnuppern
würde.

Morgen ist mein letzter Praktikumstag. Ist es angemessen, zum Ausstand
etwas mitzubringen? Und wenn ja, was?

Ein selbstgebackener Kuchen oder belegte Brötchen zum letzten Arbeitstag
mitzubringen wird überall gern gesehen. Schließlich ist es nur nett, sich
nach einer guten, gemeinsamen Arbeitszeit auch auf nette Art zu
verabschieden. Ein zehn Gänge Menü wäre jedoch übertrieben. Viele
Praktikanten überlegen, zum Abschied eine Flasche Sekt mitzubringen, doch
Achtung! Alkohol ist in vielen Firmen ein absolutes Tabu! Besser fährt man
mit Orangensaft und Kaffee. Viel wichtiger, als die Art der Mitbringsel
ist, dass man sich bei den Kollegen für die gute Zusammenarbeit bedankt.
Ein herzliches, verbales Dankeschön und eine Abschiedsrundmail, in der man
auch seine persönlichen Kontaktdaten nennt, kommen immer gut an.

Das Praktikum hat mir sehr gut gefallen. Das Unternehmen interessiert mich
als potenzieller zukünftiger Arbeitgeber. Wie halte ich am besten Kontakt?

War ein Praktikum erfolgreich, hat oft auch das Unternehmen selbst ein
Interesse daran, den Kontakt zum Praktikanten aufrecht zu erhalten.
Schließlich hat dieser eine positive Arbeitsprobe abgegeben. Es lohnt sich
daher, sein Interesse im Abschlussgespräch zu bekunden und das weitere
Vorgehen zu besprechen. Gelegentliche Emails und der Besuch von Messen und
Kongressen, bei denen die Firma vertreten ist, sind ein guter Anlass, um
sich in Erinnerung zu bringen. Einige Firmen bieten sogar
Praktikantenbindungsprogramme an. Hierbei werden ehemalige Praktikanten zu
Seminaren oder Firmenveranstaltungen eingeladen.

Im Unternehmen Praxis gewinnen als Student

Warum eigentlich ein Praktikum?
Praktika im Unternehmen sind keine Ferienjobs! Hier geht es nicht ums Geldverdienen, sondern es geht darum, Erfahrungen zu sammeln, zu lernen für sich selbst! In Schule und Studium gibt es heute noch viel Theorie. Richtig lernt man dies, was man selbst gemacht, angeschaut, gefühlt hat. Praktikazeiten sind heute schon in den letzten Klassen der Schule in den Unterricht integriert. Studenten, besonders der technischen Fachrichtungen, müssen vor dem Studium ein Vorpraktikum ableisten. An der Fachhochschule gibt es verbindlich ein "berufspraktisches Semester". Aber viele suchen sich ganz "freiwillig" einen Praktikumsplatz. Manche sogar noch nach Abschluss des Studiums. Sie wollen ihr mögliches zukünftiges Tätigkeitsfeld kennen lernen. Sie wollen Tätigkeiten erlernen, die man heute nicht in Schule oder Hochschule ausreichend erlernen kann.

Dauer
Die Bandbreite reicht von mindestens vier Wochen bis zu maximal sechs Monaten. Manche Firmen haben beispielsweise ein festes Praktikantenprogramm, das eine Praktikumsdauer von vier, sechs oder acht Wochen vorsieht. Handelt es sich um eine Projektaufgabe, kann die Dauer des Praktikums ebenfalls variieren. In den Studienordnungen ist die Praktikadauer manchmal verbindlich festgelegt.

Tätigkeitsfelder
Die Tätigkeitsfelder für ein Praktikum sind vielfältig. Wichtig sind dabei in jedem Fall das maximale Interesse des Praktikanten an dem jeweiligen Bereich und die Neugier, seine Fähigkeiten und Kompetenzen in einem Unternehmen aktiv auszuprobieren und optimal einzusetzen. Unter diesen Prämissen wird ein Praktikum mit Sicherheit erfolgreich verlaufen! Man sollte schon vor dem Praktikum klären, was man schon gut kann, was man gerne bei dem Unternehmen anwenden (z.B. Computer- oder Fremdsprachenkenntnisse) würde, was man gerne lernen würde. Bevor man das Praktikum beginnt, sollte zwischen dem Verantwortlichen im Unternehmen und dem Praktikanten der Rahmen der Tätigkeit grob abgesprochen sein.

Projekt?!!
Im Idealfall arbeitet man während seines Praktikums an einem konkreten Projekt. . Ein Projekt macht - sei es noch so klein - immer Sinn, weil man sich schon im Voraus über die Ziele im Klaren werden muss, weil man strukturierter arbeiten kann, weil man im Kleinen die Arbeitsweise von Führungskräften im Unternehmen kennen lernt. Dies wird aus unterschiedlichen Gründen nicht immer möglich sein - etwa, weil man zunächst das Tagesgeschäft in einem Unternehmen gründlich kennen lernen will oder weil die Firma gerade kein geeignetes Projekt zu bearbeiten hat. Grundsätzlich sollte aber ein Projektpraktikum angestrebt werden. Dies kann zum einen in der Form sein, dass man dem Unternehmen ein oder mehrere Projekte vorschlägt und das Unternehmen daran Interesse zeigt. Möglicherweise bietet aber auch die Praktikumsfirma ein Projekt an, das eigenständig bearbeitet werden kann. Oder man arbeitet im Team an Teilaufgaben von laufenden Projekten mit. Sinnvollerweise kann ein Projekt aber nur während eines längeren Praktikums (nicht weniger als acht Wochen) bearbeitet und abgeschlossen werden.
Wie funktioniert ein Projekt - das zeigen wir auf Praktikant24 hier

Gehalt
Generelle Aussagen sind dazu leider nicht möglich - das Spektrum reicht von 0,00 EUR bis 1.000,00 EUR monatlich. Dieser Punkt wird in den Firmen unterschiedlich gehandhabt: Manche Firmen zahlen grundsätzlich kein Praktikumsentgelt, manche haben feststehende Summen für Praktika und andere wieder honorieren die besondere Leistung in Form von Prämien, Fahrtkostenbeteiligung, freies Essen in der Kantine oder Aufwandsentschädigung. Auch wenn es nicht selbstverständlich ist - die Frage eines möglichen Honorars kann ruhig beim Vorstellungsgespräch angesprochen werden.

Praktikumssuche
In diesem Prozess ist die Eigeninitiative besonders gefordert. Natürlich bietet unsere Praktikums- und Diplomarbeitenbörse einen Einstieg zu Unternehmen in der Region. Aber nicht jedes interessante Unternehmen hat schon selbst ein Praktikumsangebot in unserer Börse eingestellt. Man sollte sehr aktiv weitere Möglichkeiten nutzen. Weitere wichtige Informationsquellen sind die Berichte von Studenten in höheren Semestern. Vielleicht hat der Professor oder der Studiendekan einen Tipp. Auch Verwandte, Bekannte und Freunde sind oft eine wichtige Hilfe bei der Suche nach Praktikumsmöglichkeiten. Die Lektüre des Stellen- und Wirtschaftsteil von regionalen und überregionalen Zeitungen ist hilfreich, um Anregungen für potentielle Praktikumsfirmen zu bekommen.
Interessiert man sich für eine bestimmte Unternehmens-Branche sind natürlich die "Gelben Seiten" ein erster Anhaltspunkt. Mit Internet-Suchmaschinen kann man nach ganz bestimmten Stichpunkten nach Branchenverbänden umschauen. Dort gibt es oft nach Postleitzahlen geordnete Unternehmenslisten.
Ansprechpartner sind natürlich auch die IHKs oder die Handwerkskammern vor Ort. Im Internet gibt es mittlerweile noch weitere Praktikabörsen.
Eine zunehmend interessante Möglichkeit, Unternehmen kennen zu lernen, ist der Besuch von Recruiting- oder Fachmessen. Hier gibt es zahlreiche Gelegenheiten, mit Personalverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Mehr Infos unter Veranstaltungen/Messen zu Ausbildung und Studium. Zu vielen Firmen kann man im Vorfeld Wissenswertes aus dem Internet einholen. Sehr viele Unternehmen sind mittlerweile auf Anfragen zu Praktikumsmöglichkeiten eingestellt und haben zum Teil eigene Ansprechpartner/-innen für Praktika. Mehr Tipps gibt es auf "Links in die Wirtschaft"

Bewerbung - aber richtig
Mit der Firmensuche verbinden Sie auch die Suche nach einem Ansprechpartner im Unternehmen. Es ist nicht immer der Personalleiter. Haben Sie bestimmte Vorstellungen zu Einsatz- und Tätigkeitsbereichen, dann setzen Sie sich direkt mit den entsprechenden Geschäftsbereichsleitern in Verbindung (Marketing, Labor, Werkstatt, Ausbildungsleiter, Produktion, Forschung usw.). Behandeln Sie die Bewerbung um einen Praktikantenplatz so professionell und qualifiziert wie eine Bewerbung um eine feste Stelle.

Auslandspraktikum
Diese Praktikumsvariante ist besonders interessant. Hier lernt man noch zusätzlich eine Fremdsprache besser zu beherrschen und begreift, wie man mit kulturellen Unterschieden umgehen kann. Arbeitsämter, Industrie- und Handelskammern, die Auslandsreferate der Hochschulen geben hier Auskünfte. Mehr auf unseren Auslandspraktikaseiten.

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