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Die Qual der Wahl?

Der Weg in die Zukunft

Schon gewusst, dass es 348 Ausbildungsberufe und insgesamt 8.909 grundständige Studienmöglichkeiten an 357 Hochschulen in 165 Orten gibt (Stand Mai 2009)? Und jedes Jahr gibt es mehr! Einige Glückliche wissen genau, was sie später mal machen wollen. Die meisten anderen aber müssen sich gründlich informieren, sie befinden sich noch im so genannten Berufsorientierungsprozess. Das ist ein anstrengendes Stück Arbeit, aber: "Nur wer sich auf den Weg macht, wird neues Land entdecken" (Hugo von Hofmannsthal). Grundsätzlich gibt es die Ausbildung und das Studium, immer häufiger gibt es aber auch die Möglichkeit des dualen Studiums.

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Ganz Praktisch

Traditionell: Ausbildung

Verschaffen Sie sich einen Überblick über alle ca. 350 Ausbildungsberufe! Nutzen Sie Strategien zur Berufswahl! Erfahren Sie jetzt schon, welche Erwartungen die Wirtschaft an Berufseinsteiger stellt. Und blicken Sie weit in die Zukunft mit Informationen zu Entwicklungspotenzialen und Karrierewegen nach einer Berufsausbildung. Was auch noch hilft: Strategien zur Lehrstellensuche, Internet- Lehrstellenbörsen und Tipps und Tricks für die Bewerbung und für das Vorstellungsgespräch.

Ganz theoretisch

Klassisch: Studium

Den Einstieg ins Studium sollte man gut vorbereiten, denn immerhin ein Viertel eines jeden Jahrganges bricht ohne Abschluss ab! Das ist zwar kein Weltuntergang, aber doch ziemlich stressig. Deswegen: Studienwahl, Studium organisieren, Studienförderungg und eventuell Studiengebühren - das sind die Themen die angehende Studenten wirklich interessieren (sollten). Übrigens: Eine gute Art sich zu informieren sind die Studieninformations- und die Hochschulinformationstage!

Ganz Praktisch Theoretisch

Modern: Dual studieren

Weder Ausbildung noch Studium? Das eine zu praktisch, das andere zu wissenschaftlich? Dann ist vielleicht ein Duales Studium das Richtige! Denn duales Studieren hat große Vorteile: Oft steht die Finanzierung und häufig lohnt die Jobgarantie. Übrigens: Berufsakademie. Mehr Informationen zum Dual-studieren gibt es hier.

Gute Chancen für Ingenieure

Schlechte Berufsperspektiven sind Vorurteile

(redaktion - sol) - Der Fachkräftemangel ist überall Thema. Und die Zahlen sprechen für sich: Denn in der Berufsgruppe der Ingenieure herrscht quasi Vollbeschäftigung. Im August 2009 standen auf dem deutschen Arbeitsmarkt für Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure 18.300 offene Stellen rund 5.900 Jobsuchenden zur Verfügung, so Dr. Willi Fuchs, Direktor des Verbands deutscher Ingenieure (VDI) in der neuesten Ausgabe des Ingenieurmonitors (10/2009). Die Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen im Maschinen- und Fahrzeugwesen haben dabei trotz Wirtschaftskrise angehalten. Und das wird sich auch mit dem kommenden Aufschwung nicht ändern, sondern eher verstärken. Dazu kommt der demographische Wandel, in dem sich Deutschland längst befindet.

Aufschlussreiche Zahlen zum Fachkräftemangel vermittelt hier der monitor-Ing. monitor-Ing ermöglicht in den Themenbereichen Schule, Hochschule und Arbeitsmarkt individuelle Recherchen hinsichtlich arbeitsmarkt- und bildungspolitisch relevanter Daten im Bereich der Ingenieurwissenschaften.

Abb. 1 entnimmt der Leser, dass innerhalb der Berufsgruppe „Ingenieure unter Fünfunddreißigjährigen“ Arbeitslosigkeit kein relevantes Thema ist. Abb. 2 verdeutlicht, dass der Anteil der Beschäftigten unter 35 stark rückläufig ist, der Anteil der über 35-Jährigen parallel dazu jedoch markant ansteigt. Beide Abbildungen illustrieren anschaulich den Fachkräftemangel und die eindeutige Tendenz der letzten zehn Jahre: Es gibt zunehmend weniger junge Ingenieure!

Deshalb ist es eigentlich unverständlich, dass sich unter den Jugendlichen hartnäckig das Vorurteil hält, dass die Berufsperspektiven von Ingenieuren eher bescheiden sind, wie in der Online-Ausgabe der Financial Times Deutschland im Oktober zu lesen war.

Hier spielen wohl noch immer die Erfahrungen aus der Ingenieurflut der frühen Neunzigerjahre eine Rolle. Denn Ende der Achtzigerjahre hatten gute Jobchancen im Maschinenbau viele Abiturienten zu einem Ingenieurstudium bewegt, was sich dann - zumal in der Rezession 1990/91 - für sie nicht auszahlte. Damals drängten zu viele Absolventen der Ingenieurwissenschaften gleichzeitig auf den Markt. Der aus der Agrarwissenschaft entlehnte Begriff „Schweinezyklus“ machte die Runde. Aber: Damals gab es noch nicht den heutigen Bedarf an Fachkräften und Deutschland befand sich noch nicht im demographischen Wandel.

Für Abiturienten heute jedenfalls genügt allein das Interesse an Technik und Naturwissenschaften offenbar nicht, um sich für einen MINT-Beruf zu entscheiden, stellt das Nachwuchsbarometer Technikwissenschaft der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) in ihrem Ergebnisbericht vom Juli 2009 fest. Die Analysen des Nachwuchsbarometers ergeben, dass das vorhandene Potenzial an technisch-naturwissenschaftlich interessierten Schülern nur zu weniger als 50 Prozent ausgeschöpft wird. Das heißt, dass nur jeder zweite Schüler, der Interesse an einem MINT-Beruf hat, aus seinem Interesse ein Berufsbild entwickelt. Zugleich ermittelt die Studie, dass das Image der MINT-Berufe unter Jugendlichen besser ausfällt als allgemein angenommen.

Ohne hier die genauen Gründe für die Technikmüdigkeit der heutigen Schüler-Generation auszuloten: Eine kritische Einschätzung der Berufsperspektive sollte dabei keine Rolle spielen.

Übrigens: Mit tecnopedia – dem MI(N)Tmach-Portal unterstützen und fördern über vierzig IHKs die Begeisterung von Schülern, Studenten und Unternehmern für Naturwissenschaft und Technik.

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